Aufstieg in die 1. Bundesliga

Am Finalwochenende der zweiten Tischfußball Bundesliga standen noch 4 Gruppenspiele aus. Der 1. Kicker Club Kaiserslautern ging als ungeschlagener Tabellenführer der Gruppe A die letzten 4 Spiele an.

Vor der Saison war das Ziel Klassenerhalt, nachdem sich die Mannschaft erst bei der Relegation 2014 den Aufstieg in die zweite Bundesliga sicherte. Da nach der fehlerfreien Hinrunde dieses Ziel schon erreicht war, gab es für das Team nur ein Ziel: den direkten Aufstieg ins Tischfußball Oberhaus. Mit diesem Ziel vor Augen ging der 1.KCK ins erste Spiel gegen Roter Stern Bremen. Die Mannschaft aus Kaiserslautern konnte sich relativ früh absetzen und gewann am Ende deutlich 23:9. Im zweiten Spiel stand mit dem RC Berschweiler ein bekannter Gegner aus der Aufstiegsrunde dem Kaiserslautrer Team gegenüber. Die Spielstärke der ebenfalls erst diese Saison in die zweite Liga aufgestiegen Mannschaft war bekannt und auf beiden Seiten hatte man dieses Spiel schon mit Spannung erwartet. Die Spiele dieser Begegnung verliefen sehr knapp und der 1. KCK versäumte es wichtige Bälle für sich zu entscheiden. Am Ende setze sich die Mannschaft aus dem Saarland mit ihrer Routine verdient mit 21:11 durch und übernahm somit die Tabellenführung. Der 1. KCK hatte es jetzt nicht mehr selbst in der Hand die Tabellenführung wieder an sich zu reißen. Unbeeindruckt von der Niederlage gingen die Kaiserslautrer Spieler die letzten beiden Begegnung gegen das bayrische Team aus Vilsbiburg und den ASC Göttingen an.

Die beiden Absteiger aus der ersten Bundesliga wurden am Ende beide deutlich mit 23:9 geschlagen, womit sich der KCK am Ende der Gruppenphase Tabellenplatz Zwei und somit einen Platz in der KO - Runde der besten 8 um den Aufstieg sicherte. Die KO - Runden starten am Sonntag morgen um 9:30. Als Gegner im Viertelfinale stand das Team Kickerfreunde Bremen fest. Die Mannschaft war individuell stark besetzt, nicht zuletzt mit dem amtierenden deutschen Meister im Doppel, Semin Mensah. Die Begegnung verlief wie erwartet unglaublich knapp, es war ein Duell auf Augenhöhe. Nach den ersten sechs Spielen stand es 6:6, ehe sich Thiele und Groß am Auswärtstisch und Rubel und Merrifield am Heimtisch einen Sieg und somit eine 4 Punkte Führung erkämpfen konnten. Mit zwei Unentschieden und zwei Siegen aus den nächsten sechs Spielen war mit 16 punkten ein Unentschieden sicher. Zwei Spiele standen in dieser Begegnung noch aus und die Bremer hatten hier noch die Möglichkeit zum Ausgleich. Aber hierzu ließ es die Mannschaft aus Kaiserslautern nicht kommen. Abermals waren es die beiden Doppel Thiele/Groß und Merrifield/Rubel die mit einem unentschieden und einem Sieg den 19:13 Endstand besiegelten. Im Halbfinale wartete nun der Aufstiegsfavorit aus Leipzig. Die Mannschaft um Nationalspieler Maximilian Hoyer, die den Aufstieg im Jahr zuvor verpasst hatte, wollten dieses Jahr ihrer Favoritenrolle gerecht werden.
Beiden Teams war klar, mit einem Sieg und dem damit verbundenen Einzug ins Finale war der Aufstieg sicher. Es sollte ein Spiel werden, dessen Verlauf nicht spannender hätte seien können. Das Team aus Kaiserslautern erwischte den besseren Start und konnte mit einem Sieg am Auswärtstisch durch Rubel bereits früh mit 2 Punkten in Führung gehen. Die Lautrer verteidigten diese knappe Führung bis Spiel 8 als sie mit drei Siegen in Folge durch Rubel und Glocker im Einzel und Groß/Meixner im Doppel endlich einen wichtigen Vorsprung von 15:9 erzielen konnten. Vier Spiele waren jetzt noch zu spielen und ein Sieg würde dem 1.KCK zum Aufstieg reichen. Doch wer zu diesem Zeitpunkt die Spieler aus Leipzig abschrieb hatte sich geirrt. Die unglaubliche Qualität des TFC Leipzig zeigte sich hier in den entscheidenden letzten Spielen. Mit drei Siegen in Folge gleichten die Leipziger vor dem letzten und alles entscheidenden Spiel zum 15:15 aus. Nachdem nun fast eine komplette Begegnung gespielt worden ist sollte ein Doppel entscheiden welche Mannschaft sich den Aufstieg sichert. Hier standen sich am Heimtisch der Leipziger Groß/Meixner und Kroll/Lanyi gegenüber. Es hatte sich mittlerweile herumgesprochen, dass an Tischpool 22 das entscheidende Spiel um den Aufstieg stattfindet und somit bildete sich schnell eine große Traube an Zuschauern um den Tisch.
Der Platz wurde langsam eng, sodass sich Leute auf Stühle stellen oder auf die Galerie ausweichen mussten um einen Blick auf das Entscheidungsspiel zu ergattern. Wie oft in solchen wichtigen Spielen kam man auch hier nicht um Regeldiskussionen herum. Ein Schiedsrichter musste an dem Tisch das Spielgeschehen regeln, nachdem eine Diskussion über ein möglicherweise regelwidrig erzieltes Tor der Leipziger entbrannt war. Am Tisch schenkten sich die Spieler nichts. Meixner, im Tor des 1.KCK, hielt einige wichtige Bälle und verwandelte 2 Tore von hinten und konnte so seinen Stürmer Groß unterstützen. Es stand 3:3 ehe das Lautrer Team auf eine 5:3 Führung ausbauen konnte. Ein Unentschieden war nun sicher, aber in die Verlängerung gehen wollte keiner. Den nächsten Anstoß verwandelte der gegnerische Stürmer Kroll zum 5:4. Somit hatte Groß nun den Matchball zum Anstoß auf seiner Mittelreihe. Ein letzter Ball sollte nun über Aufstieg oder Verlängerung entscheiden. Groß ist einer der erfahrensten Spieler in den Reihen des 1. KCK und das bewies er in diesem Moment auch. Nach einem kurzen Durchatmen brachte er den Ball durch einen Pass auf seine Stürmerreihe. Er legt sich den Ball zurecht, sammelt sich kurz, schaut sich die Verteidigung an und trifft mit einem präzisen harten Schuss aufs lange Eck. Mit diesem Moment verwandelte sich die Anspannung in euphorischen Jubel. Der Durchmarsch war perfekt, der 1. KCK schafft den direkten Sprung ins Oberhaus.

Auch wenn der Aufstieg bereits sicher war, wollten es sich die Spieler aus Kaiserslautern nicht nehmen lassen als Meister der zweiten Liga aufzusteigen. Im Finale wartete ein bekannter Gegner aus der Gruppenphase, Kicker Crew Bonn. Im Gruppenspiel gelang dem 1. KCK ein deutlicher 21:11 Sieg, aber das ein Sieg im Finale nicht selbstverständlich war, war jedem Spieler bewusst. Die Lust auf den Titel war dem 1.KCK anzusehen und mit dem Selbstbewusstsein aus dem Halbfinale gingen die Lautrer ins Spiel. Das Spiel verlief anfangs ausgeglichen, bis die beiden Rubel Brüder, Constantin und Christoph, ihre beiden Einzel für sich entscheiden konnten und so die Mannschaft 8:4 in Führung brachten. Nach zwei weiteren Siegen im Doppel, einem Unentschieden im Einzel und einem Sieg durch Übelacker im Einzel, hatte es nun Constantin Rubel in der Hand den Titel für den 1. KCK zu holen. Mit einem Sieg in seinem letzten Einzel schoss der 16 jährige die Mannschaft zum Meistertitel und zum bisher größten Erfolg in der jungen Vereinsgeschichte.

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